WordPress Backup einrichten

Hat man den eigenen WordPress-Blog eingerichtet und perfekt optimiert, füllt sich das Blog über die Zeit mit Beiträgen und (im Idealfall) zahlreichen Kommentaren von Lesern. In die Beiträge werden themenbezogene Bilder und ggf. auch Videos eingebunden werden – meist pro Beitrag 2-3 solcher Mediendateien (auch aus SEO-Sicht sollte man in Blog-Beiträge grundsätzlich Medien wie Bilder oder Videos einbinden – Google & Co. bewerten dies positiv und man kann z. B. auch reichlich Traffic auf den eigenen Blog durch die Google-Bildersuche erhalten).

Mit der Zeit sammeln sich in einem Blog also Beiträge, Kommentare und Medien, die in der Regel alle direkt auf dem gleichen Webspace wie das Blog gespeichert sind. Eingebettete Videos werden meistens auf Youtube oder Vimeo gespeichert sein und nur in den Blog-Beitrag eingebunden. Die Kommentarfunktion kann auch über Anbieter wie Disqus genutzt werden, so dass die Kommentare in einem solchen Fall nicht auf dem eigenen Webspace gespeichert sind. Die meisten Installationen von WordPress nutzen jedoch die von WordPress gelieferte (gute) Kommentarfunktion (auch aus in Anbetracht des in Deutschland nicht ganz einfachen Datenschutzes ist dies empfehlenswert).

Auf dem Webspace, auf dem auch das WordPress-Blog installiert ist, sammeln sich über die Zeit also zahlreiche Daten, die für die Darstellung des Blogs notwendig oder zumindest relevant sind. Nutzt man für das Schreiben der Blog-Beiträge den Beitrags-Editor der WordPress-Installation und schreibt die Beiträge nicht z. B. in Word oder ähnlich vor, werden die Beiträge nur in dem Blog gespeichert sein. Die Kommentare werden (in der Standardkonfiguration) auch nur in dem Blog gespeichert sein. Nutzt man für Bilder in WordPress automatische Bildoptimierungen, werden die finalen, im Blog eingebundenen Bilder auch lediglich in dem Blog gespeichert sein.

Medien und Datenbank

WordPress speichert automatisch mehrere Abmessungen ab.WordPress speichert diese Daten unterschiedlich ab: Mediendateien wie Bilder werden als Dateien im Ordner wp-content/uploads gespeichert. Je nach verwendetem Theme und genutzten Plugins, werden dabei von Bilddateien z. B. mehrere Versionen (in der Regel unterschiedliche Abmessungen) gespeichert. Die Dateinamen geben hierbei bereits Aufschluss, mit welchen Abmessungen ein Bild zusätzlich gespeichert wurde. Dies hat hauptsächlich Performance-Gründe, da hierdurch die Bilder in den unterschiedlichen Abmessungen physisch existieren und nicht bei einem Aufruf „on-the-fly“ generiert werden müssen. Obwohl also nur ein Bild hochgeladen wurde speichert WordPress automatisch mehrere Varianten (Abmessungen) des Bildes ab. Die Anzahl der tatsächlich gespeicherten Mediendateien liegt also in der Regel deutlich über der Anzahl der ursprünglich hochgeladenen Mediendateien.

Alle anderen, in einem Blog anfallenden und gesammelten Daten, werden in der Datenbank gespeichert. Statt Texte zum Beispiel in Text-Dateien zu speichern, werden diese in Datenbank-Tabellen gespeichert, was viele Vorteile bringt. Blog-Beiträge, Kommentare, Pingbacks und Seiten-Inhalte werden allesamt in der von WordPress angelegten Datenbank gespeichert, werden aus dieser entsprechend in dem Blog angezeigt und können auch nachträglich bearbeitet werden.

WordPress Core-Dateien

Neben dem eigentlichen Content sind für das Betreiben eines WordPress-Blogs natürlich auch noch die elementaren WordPress Core-Dateien nötig. Hierbei handelt es sich um eine Art Betriebssystem, dass das Betreiben eines WordPress-Blogs überhaupt erst ermöglicht. Durch diese Core-Dateien wird geregelt was ein Besucher beim Aufruf der URL sieht.

Anpassungen am Blog erfolgen in der Regel nicht an diesen Core-Dateien, da diese nachträglichen Änderungen bei einem (automatischen) Update überschrieben werden würden. Ändert WordPress den Quellcode (z. B. aus Sicherheitsgründen), werden den Betreibern von WordPress-Blogs diese Core-Dateien zur Verfügung gestellt. Spielt man diese Update ein, werden hierbei die bisherigen Core-Dateien überschrieben, so dass eventuelle manuelle Anpassungen an diesen ebenfalls komplett überschrieben werden und nach dem Update nicht mehr existieren. Aus diesem Grund erfolgen alle Anpassungen mit Hilfe von Plugins oder im Theme. Diese sind von den Aktualisierungen durch WordPress nicht (direkt) betroffen, so dass Anpassungen in der Regel bestehen bleiben.

WordPress Download auf https://de.wordpress.org/Eigentlich ist es nicht nötig die Core-Dateien von WordPress zu sichern, da diese jederzeit, in der aktuellsten verfügbaren Version, kostenlos von WordPress.org heruntergeladen werden können. Lediglich die Datei wp-config.php beinhaltet blog-spezifische Angaben, die in irgendeiner Form gesichert sein sollten. Ansonsten stellt das Sichern der WordPress Core-Dateien eigentlich nur unnötigen Balast dar, da diese (je nach Alter des Backups) ohnehin veraltet und für eine Neuinstallation nicht empfehlenswert sind. Stattdessen ist es meist sinnvoller, die Core-Dateien direkt von WordPress.org zu nutzen und die Mediendateien und Datenbank-Tabellen aus der Sicherung mit diesen aktuellen Core-Dateien zu kombinieren.

Backup automatisch ausführen

In jedem Fall ist es ratsam, dass die WordPress-Backups automatisch erfolgen und nicht manuell ausgeführt werden müssen. Vergisst man einmal eine manuelle Ausführung und genau dann wird ein aktuelles Backup benötigt, hätte man sich alle Gedanken und Bemühungen rund um das Thema Backups sparen können. Nur regelmäßige Backups sind gute Backups!

Um ein Backup der eigenen WordPress-Installation einzurichten bieten sich einem unterschiedliche Möglichkeiten. WordPress selbst bringt leider keine eigene Backup-Lösung mit, so dass zwangsläufig auf Lösungen Dritter oder eine Eigenentwicklung zurückgegriffen werden muss.

Entschließt man sich von der eigenen WordPress-Installation die Mediendateien, Plugins, das Theme und die Datenbank zu sichern, wird meist das Nutzen von auf Backups im Webspace-Umfeld spezialisierten Tools empfehlenswert sein. Kostenlose Tools wie z. B. Cobian Backup lassen sich umfangreich konfigurieren und automatisieren um z. B. regelmäßig bestimmte Ordner des eigenen Webspace auf die lokale Festplatte zu sichern. Kombiniert man dieses Tool mit dem MySQLDumper, erhält man eine einfache und erprobte Sicherung der Datenbank und relevaten Dateien.

Backup-Plugins

Es gibt zahlreiche Backup-Plugins, die dem Blog-Betreiber die Arbeit erleichtern und ein gutes Gefühl bescheren wollen. Grundsätzlich lässt sich jedoch nicht EIN perfektes Backup-Plugin benennen. Im Februar 2016 existieren im offiziellen WordPress-Plugin-Verzeichnis über 800 Plugins, die sich mit dem Thema Backup befassen. Grundsätzlich sollte man sich aber die Frage stellen, ob man tatsächlich WordPress selbst die eigene Sicherung anvertrauen will. Zwar gibt es keine kritischen Punkte, die definitiv gegen ein Backup-Plugin sprechen, jedoch werden Backup-Plugins grundsätzlich die Performance des Blog negativ beeinflussen, da mitunter große Datenmengen (die zuvor erwähnten Mediendateien) gesichert werden müssen. Und im schlimmsten Fall verursacht ein solches Backup-Plugin selbst einen Crash aufgrund der „Überforderung“ der WordPress-Installation.

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