Ist die Optimierung eines Blogs nötig?

Mit einem Blog verhält es sich wie mit allem, das von Menschenhand geschaffen ist und (meistens) von mehreren Menschen entwickelt wurde: Es kann grundsätzlich optimiert werden – insbesondere, wenn mehrere Menschen an der Erstellung beteiligt waren. Man stelle sich nun erschwerend noch vor, man würde ein WordPress-Blog mit einem Auto vergleichen: Die Karosserie stammt dann von Porsche, das Fahrwerk von Opel, die Reifen von BMW, der Motor von Mercedes und die Aerodynamik vom Trabi. In jedem Fall wird eine Optimierung ratsam sein, wenn man mit seinem Blog (oder zusammengestellten Auto) in der Formel 1 mitspielen möchte. 🙂 Eine Optimierung kann sich hierbei auf den Inhalt, auf das Layout und auf die genutzte Technik beziehen.

Die Optimierung der Inhalte ist grundsätzlich am wenigsten objektiv bewertbar, so dass ein Außenstehender einem Blogger hier nur begrenzt helfen kann. Wer etwas in seinen Blog schreibt, tut dies aus einem Grund und einer eigenen Motivation. Ein Fremder kann hier nur schwer sagen wie das Geschriebene besser formuliert gewesen wäre. Einzig, aus Sicht der SEO-Optimierer kann hier Hilfe angeboten werden. Diese Hilfe konzentriert sich aber auf die Optimierung hinsichtlich der Wahrnehmung durch die Web-Crawler von Google & Co. – nicht jedoch auf die eigentliche Qualität der Texte und Inhalte.

Bei Layout und verwendeter Technik kann hingegen deutlich einfacher objektiv geholfen werden. Zwar unterliegt das Layout natürlich auch einer subjektiven Wahrnehmung, jedoch können schnell im Layout Fehler gemacht werden, die für die potentielle Masse an Blog-Besuchern im Internet im wahrsten Sinne des Wortes unschön sein können. Wird z. B. ein Browser oder nur eine Browser-Version nicht unterstützt, mag der Blog-Iinhalt zwar interessant, jedoch im Zweifelsfall für den Interessenten schlicht nicht lesbar sein.

Schnell wird hier die Verknüpfung von Layout und Technik deutlich. Denn das Layout eines Blogs greift zwangsläufig auf die verwendete Technik zurück. Ein Optimierung des Layouts geht also meist mit der Optimierung der Technik einher. Und insbesondere bei der Technik (also im Grunde der genutzten Software) eines WordPress-Blogs, lassen sich in der Regel enorme Optimierungen durchführen. Woran liegt dies?

Per Drag&Drop zum eigenen Blog

Das Prinzip hinter WordPress ist zugleich der Garant für den Erfolg und die bombastische Entwicklung der Nutzungszahlen in den vergangenen Jahren. In der Entwicklung von WordPress wurde stets großer Wert auf die Einfachheit in der Bedienung und Nutzung des Blog-Systems gelegt. Jeder soll ein WordPress-Blog betreiben können ohne zuvor ein Informatik-Studium erfolgreich abgeschlossen haben zu müssen. Nahezu alle Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten lassen sich bequem mit dem Mauszeiger und ein paar Tastenschlägen erledigen. Dies beginnt bereits mit der Installation eines WordPress-Blogs: Es werden die essentiellen Zugangsdaten zum Webspace und der Datenbank manuell eingegeben, danach erfolgt die Installation mit ein paar Mausklicks.

Man will ein neues Theme (also Layout) nutzen? Bequem über die Suchfunktion eins auswählen und mit einem Mausklick installieren und nutzen (anwenden). Ein Plugin wird benötigt? Einfach das gewünschte Plugin auswählen und installieren – ohne hierfür die zugrunde liegende Technik auch nur ansatzweise verstehen oder beherrschen zu müssen.

WordPress-Erfolg lockt an

Da WordPress so beliebt und erfolgreich ist, ist es für (Möchtegern-)Entwickler besonders reizvoll für WordPress ein Plugin oder Theme zu basteln – die Aussicht auf viele Nutzer des eigenen Werkes ist verständlich verlockend. Bietet man die eigene Entwicklung dann noch kostenlos an, steht dem Erfolg fast nichts mehr im Wege.

Und so ist es leider mittlerweile erschreckende Realität, dass viele der angebotenen Plugins und Themes mindestens schlecht entwickelt sind, wenn nicht sogar Sicherheitsrisiken bedeuten. Eine schlechte Entwicklung muss jedoch nicht zwangsläufig auf ein Sicherheitsrisiko hinauslaufen – auch das unsaubere Programmieren scheint bei vielen WordPress-Plugins mittlerweile unschöne Pflicht zu sein. Ein per Copy&Paste zusammengeklicktes Plugin funktioniert zwar rein technisch, weist aber strukturelle Fehler auf und wird so der Allgemeinheit angeboten. Und wenn es dann für diesen Entwickler richtig gut läuft, installieren viele das Plugin. Der Copy&Paste-Entwickler hat dann viele Nutzer – diese jedoch haben im schlimmsten Fall mit diesem Plugin Angreifern die Türen geöffnet, ohne es zu merken.

Unendliche Kombinationsmöglichkeiten

Google-Suche nach WordPress-PluginsDurch die unendlichen Kombinationsmöglichkeiten, die WordPress mit seiner riesigen Plugin- und Theme-Auswahl bietet, tun sich zwangsläufig in jedem Blog Optimierungsmöglichkeiten und -ansätze auf. Ein Plugin, welches alleine perfekt funktioniert, kann z. B. durch ein anderes Plugin ausgebremst oder sogar vollkommen nutzlos werden.

Die Google-Suche nach WordPress-Plugins liefert über 32 Millionen Treffer. Natürlich sagt diese Zahl nichts über die Anzahl der tatsächlich existierenden Plugins aus, jedoch verdeutlicht das Suchergebnis die Brisanz und Beliebtheit des Themas. Im offiziellen Plugin-Verzeichnis von WordPress werden (Stand Anfang 2016) etwa 42.000 aktive Plugins geführt. Hier sind jedoch auch veraltete und ggf. nicht mehr zu empfehlende Plugins enthalten, die noch in den zahlreichen Plugin-Kategorien schlummern und im eigenen WordPress-Blog installiert werden können.

Wer hier nicht etwas tiefer in die Materie einsteigt und die Wirkungsweise und Funktion jedes einzelnen installierten Plugins hinterfragt, betreibt unter Umständen ein aus technischer Sicht katastrophales Blog, das auf kurz oder lang von den großen Suchmaschinen alleine deswegen abgestraft wird. Ein WordPress-Theme kann z. B. die Funktion von Plugins komplett unterbinden, wenn das Theme nicht „sauber“ programmiert wurde.

Darüber hinaus bedürfen einige Plugins über die eigentliche Installation hinaus noch weitere Eingriffe in das System durch den Blog-Betreiber. Die meisten vielversprechenden Caching-Plugins z. B. funktionieren nur richtig, wenn auch die htaccess-Datei entsprechend angepasst wird. Macht man dies nicht, wiegt man sich im Glauben mit dem heilversprechenden Plugin Gutes für die Performance des eigenen Blogs getan zu haben, jedoch ist die Installation und Aktivierung solcher Plugins alleine meist nur die halbe Miete.

Kleine, maßgeschneiderte Eingriffe können große Wirkung erzielen. Durch die unendlichen Kombinationsmöglichkeiten lässt sich jedoch pauschal nicht sagen, wie jedes Plugin optimiert wird. Es kommt immer auf eine individuelle Optimierung an, die die genutzten Plugins, Themes und sogar den genutzten Webspace entsprechend der gebotenen Funktionen berücksichtigt. Ist z. B. das Eingreifen in die htaccess-Datei vom Hoster nicht vorgesehen, kann hier selbst ein erfahrener WordPress-Optimierer nichts ausrichten.

Optimierungs-Potenzial regelmäßig prüfen

SEO-Optimierung kostenlos testenMit entsprechenden Tools lässt sich das Optimierungs-Potenzial des eigenen Blogs kinderleicht und regelmäßig prüfen. Viele dieser Tools sind in der Nutzung kostenlos und reichen für einen guten (teilweise groben) Überblick über die Performance des eigenen Blogs vollkommen aus. Natürlich garantieren gute Testergebnisse solcher Tools keinen der vorderen Plätze auf Google & Co. Jedoch helfen dieses Tools zumindest die eigene Arbeit zumindest objektiv zu hinterfragen und Optimierungs-Potenziale des eigenen Blogs aufzuzeigen.

Tools, wie

  • Pingdom.com,
  • Pagespeed-Checker von varvy.com,
  • PageSpeed Insights von Google oder
  • WebPageTest

bieten kostenlos die Möglichkeit auf wesentliche, bekannte SEO-Kriterien aktiv Einfluss zu nehmen und den eigenen Blog Stück für Stück, nachvollziehbar zu optimieren. Da Google & Co. die eigenen Algorithmen regelmäßig verändern und optimieren, empfiehlt es sich, den eigenen Blog regelmäßig auf die Performance hin zu testen und diese Ergebnisse auch z. B. in einer Excel-Tabelle zu dokumentieren. Wenn man gerne am eigenen Blog herumschraubt, sollte man immer nach einer Änderung die Tests wiederholen und prüfen, wie die Änderungen aus SEO-Gesichtsgründen bewertet werden. Insbesondere, da viele der angebotenen Tools kostenlos und dennoch verlässlich sind.

WordPress-Blog optimieren

In jedem Fall sollte ein WordPress-Blog optimiert werden. Wer sein Blog einrichtet, Plugins und ein Theme installiert und auf Reichweite und den Erfolg des eigenen Blogs hofft, wird vermutlich enttäuscht werden. Ohne die Optimierung des eigenen Blogs kann der ansonsten gute Content nicht von möglichst vielen Interessenten gefunden werden, da die schlechte Performance des Blogs einen auf einen der hinteren Plätze bei Google & Co. schiebt. Und in der Regel ist für einen Blogger eine gute Platzierung bei den content-relevanten Suchbegriffen die einzige Möglichkeit Reichweite zu erzielen.

Schritt für Schritt zum schnellen WordPress

Ladezeit Extrem!

Mit diesem wirklich genialen Buch optimierst auch du garantiert die Ladezeit von deinem Blog!